Perry auf dem Weg zum Zeitgestalter! Folge 1: Wer ist Perry?

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„Darf ich mich Ihnen vorstellen? Die meiste Zeit meines Lebens weiß ich ziemlich genau, was zu tun ist. Jeden Morgen erwache ich in dem Wissen, dass ich hinten links in der Ecke mein Frühstück vorfinde und nach einer ausgedehnten Runde Sport wende ich mich meiner Vormittagsbeschäftigung zu – ich schlafe.

Mittag finde ich wieder hinten in der Ecke und am Nachmittag arbeite ich mich durch meine To Do Liste. Jeden Abend bekomme ich das Bedürfnis mich intensiv und mit aller Kraft im Laufrad abzustrampeln. Oh, vermutlich habe ich vergessen zu erwähnen, dass ich ein Hamster bin … und mein Name ist Perry!

In der Regel verlaufen alle meine Tage ähnlich. Ich ändere ab und an die Reihenfolge meiner Beschäftigungen, aber Essen, Schlafen und Rennen gehören für mich zu den alltäglichen Routinen. Eigentlich bin ich auch ganz zufrieden damit, denn ich kenne es gar nicht anders. So war das Leben meiner Eltern und Großeltern und so wird vermutlich auch das meiner Kinder sein, falls sich eine Hamsterdame irgendwann hierher verirrt.

Darf ich Ihnen erzählen, was mir letztens passiert ist? Normalerweise spreche ich nicht mit Fremden über solcherlei Sachen, aber das hier verunsichert mich sehr.

Es geschah vor etwa drei Tagen. An diesem Morgen erwachte ich von einem seltsamen Traum. Alles darin war anders, ungewohnt aber doch irgendwie schön. Ich befand mich plötzlich auf einem Platz, der so groß war, dass ich das Ende nicht sehen konnte. Um mich herum wuchsen duftende Kräuter, Gräser und Blumen, die ich bisher noch nicht einmal von meiner Speisekarte kannte.

Es fühlte sich hier einfach wunderbar an. Plötzlich hatte ich das Gefühl, alles erreichen zu können und ohne Begrenzungen zu sein.Sie halten mich jetzt bestimmt für übergeschnappt. Aber anders kann ich es nicht beschreiben. Es war einfach nur irgendwie schön, auf eine sehr irritierende und befremdende Art und Weise.

Obwohl ich von Natur aus ein eher ängstlicher Typ bin (all zu viele Abenteuer musste ich bisher ja auch nicht bestehen), hatte ich keine Angst, sondern spürte nur den Drang zu verstehen, was mich umgab. Also lief ich los. Je weiter ich rannte, desto mehr entdeckte ich. Seltsam große Dinge gab es hier. Unten waren sie aus Holz und oben bestanden sie aus riesigen Blätterbücheln. In ihnen konnte ich sehr seltsame kleine Hamster entdecken.

Sie sahen ganz anders aus als ich … sie rannten nicht auf der Erde sondern wedelten mit ihren komisch geformten Vorderpfoten und rannten damit durch die Luft. Ich war mir gar nicht bewusst, dass es so viele Andere neben mir gab. Und sie alle waren irgendwie frei. Sie konnten gehen wohin sie wollten und tun, was ihnen richtig erschien. Hier und da gab es Beeren und Pilze, die schmeckten frisch und anders.

Als die Mittagssonne besonders heiß schien, suchte ich mir ein schattiges Plätzchen und wollte nur noch schlafen. Es war ein wunderbarer Ort. Das große Ding mit den vielen Blättern spendete erfrischenden Schatten. Bevor ich einschlief ritzte ich eine Erinnerung in das Holz … Ein kleines Herz unter dem stand: „Perry war hier … und er liebt diesen Ort!“.

Verschlafen rieb ich mir die Augen und freute ich mich schon darauf all das Neue zu entdecken, was sich hier noch für mich versteckt hat. Aber als ich wieder zu mir kam, war alles weg. Der Ort, an dem ich mich so frei fühlte. Das Blätterdach, der Hügel auf dem ich einschlief und alle Tiere um mich herum. Es gab nur noch meine kleine, begrenzte Welt. Hier war es wie immer, wie an jedem Tag meines Lebens. Mit dem Unterschied, dass ich mir dessen plötzlich bewusst war.

Mit nur einem Blick konnte ich erkennen, wo mein Lebensraum endete. Nach wenigen Sekunden erreichte ich die Grenzen meiner Behausung. Also war es nur ein Traum. Ich habe nur geträumt. Und doch gab es diese Sehnsucht, dass es mehr und wahr sein könnte. Es muss diesen Ort doch geben. Ein Leben in so einem Käfig kann doch nicht alles sein, oder?

Immer noch verwirrt, entdeckte ich noch etwas Aufregendes – genauso aufregend wie mein Traum. Am Ende meiner Welt gab es eine Stelle, an der keine Gitterstäbe befestigt waren. Meine Eltern warnten mich stets davor diesem Ort zu nah zu kommen – Sie wüssten nicht, was dort sei, aber gefährlich wäre es sicher! Also mied ich ihn, so wie ich es gelernt hatte. Doch als ich nun ganz genau hinschaute, schien es so, als könnte ich dahinter, weit in der Ferne, ein Herz in Holz geritzt erkennen … Steht darunter etwa Perry?“

Als Perry zu mir kam, mir diesen Traum erzählte und mich um Unterstützung bat, war ich fasziniert. Wer ist dieser Perry?

Vielleicht sollte auch ich mich ihnen zuerst kurz vorstellen. Ich bin Personal Coach. Ich helfe Hamstern und Menschen dabei dem eigenen Hamsterrad zu entfliehen. Dabei begleite ich sie auf der Reise hin zu aktiven und selbstbestimmten Lebens – und Zeitgestaltern.

Ok, der Großteil meiner Klienten sind Menschen … genau genommen ist Perry der einzige Hamster meiner Klienten. Nur ein Hamster. Aber mit einer unglaublichen Geschichte, die wirklich enorm spannend ist und auch ihr Leben verändern könnte. Er hat eine tiefe Sehnsucht, eine Sehnsucht, die wir alle teilen, nach Veränderung und dem Abenteuer, unser Leben selbst zu gestalten. Genau genommen unterscheidet er sich eigentlich gar nicht von uns Menschen.

Je mehr er mir davon berichtet hat, desto mehr habe ich verstanden, was es heißt, dem Leben Freiheit zu geben. Wer coacht hier eigentlich wen? Ich bin mir da gar nicht so sicher. Aber ich freue mich auf die gemeinsame Reise mit Ihnen und dem kleinen Hamster Perry.

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2017-05-23T16:09:21+00:00